Über mich

 

"Pentisulea - woher kommt das?"

In den 90ern gab es eine englische Fernsehserie namens Cracker, im deutschen Für alle Fälle Fitz. Der besagte Fitz hatte die Polizistin, mit der er zusammenarbeitete und in die er auch ziemlich verschossen war, Penthesilea genannt. Irgendwann wurde erklärt, dass das der Name einer Amazonenkönigin aus der griechischen Mythologie war. Mir hat dieser Name sofort gefallen und ich habe ihn mir in abgewandelter Form angeeignet. Na ja, ehrlich gesagt, ich hatte den Namen einfach falsch geschrieben, finde aber er passt so viel besser zu mir - ist runder.


"Meine Berufung zum Stricken"

Stricken habe ich zuerst von meiner Oma gelernt - ein rosa Schal in rechten Maschen, da ich aber gerade mal 5 war, verlor ich schnell das Intersse daran. Ich bin in Bayern aufgewachsen und daher auch dort zur Schule gegangen und da gab es von der 1. bis zur 9. Klasse ein Unterrichtsfach namens Handarbeiten (für die Mädchen!) und bereits in der 2. Klasse musste ich Stricken lernen und zwar war ein gelber Bär angesagt. Ich habe es gehasst, meine Maschen waren immer so fest auf der Nadel, dass ich einmal beim Zurückschieben die Nadel komplett verbogen habe. Zuerst wurden die Beine gestrickt, das waren 24 Maschen und 20 Reihen und die mussten wir als Hausaufgabe fertigstellen - natürlich habe ich das Strickzeug zuunterst in der Kruschschublade meiner Mutter versteckt und am Tag der Abgabe, morgens eine halbe Stunde vor Schulbeginn wieder rausgekramt, da gab es großes Heulen und Zähneknirschen und meine Oma hat sich dann erbarmt und innerhalb von 20 Minuten das geforderte Strickstück angefertigt. Das war natürlich perfekt und deshalb hat mir meine Lehrerin auch nicht geglaubt, dass ich es selbst gestrickt habe - wie ist die nur darauf gekommen?

Irgendwann war der Bär fertig, mit tatkräftiger Unterstützung meiner Oma und ausgestopft mit alten Nylonstrümpfen - mein Vater hat mich jahrelang damit aufgezogen, dass das ja wohl eine Katze geworden ist.

Die nächsten Jahre wurde hauptsächlich gehäkelt und gestickt und genäht und erst eine blaue Mütze brachte den Durchbruch, plötzlich fiel mir das Stricken gar nicht mehr schwer und von da an habe ich gestrickt und gehäkelt - ganze Barbiekollektionen und Schals und Pullover und Handschuhe und vorallem natürlich Socken.


Beruflich habe ich mich immer wieder neu orientiert. Nach der Ausbildung zur Hotelfachfrau war ich bis zur Geburt meines ersten Kindes in allen Sparten der Gastronomie unterwegs. Dann habe ich ein paar Jahre lang Obst und Gemüse auf dem Markt verkauft. Nach der Weiterbildung zur Betriebswirtin habe ich mich eine Weile mit Buchhaltung und Personalwesen beschäftigt.


Und mit Ende 40 wollte ich endlich in die Selbstständigkeit und was liegt näher als ein geliebtes Hobby zum Beruf zu machen. Angefangen habe ich damit Wolle anzubieten, aber schnell war mir klar, dass die Werkzeuge zum Handarbeiten mich noch viel mehr faszinieren. Denn die Zeiten meiner Kindheit, wo es nur die ollen Aluminium Nadeln in grau gab, sind längst vergangen und heute haben wir eine unglaubliche Vielfalt an Materialien, Formen und Farben, so unterschiedlich wie diejenigen, die sie verwenden.